Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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"Ich sehe es anders"

"Ich sehe es anders"

(Ideenwettbewerb zur Meinungsfreiheit)

Wir luden junge Menschen aus Cottbus und der Region ein, Collagen, Texte und Bilder rund um das Recht der freien Meinungsäußerung anzufertigen. Insgesamt kamen fast 70 Arbeiten von einzelnen Personen oder als Gruppenarbeiten zusammen. Sie spiegeln nicht nur eine Vielzahl von Meinungen wieder, sondern zeigen auch interessante Ideen auf und geben Denkanstöße, mit denen wir im MRZ weiterarbeiten und uns auch inspirieren lassen werden. Mehr als 140 Kinder und Jugendliche nahmen an den Begleitveranstaltungen teil; sie sprachen mit den Zeitzeugen, den ehemaligen politischen Gefangenen und Bürgerrechtlern der DDR und erkundeten das ehemalige politischen Gefängnis. In Gruppen setzten sie sich aber auch mit der Bedeutung der Meinungsfreiheit in ihrem eigenen Leben auseinander sowie mit der Frage, ob die Meinungsfreiheit vielleicht auch Grenzen hat bzw. braucht. Außerdem sprachen die Teilnehmer mit verschiedenen Menschenrechtsexperten über die heutigen Verletzungen der Meinungsfreiheit in der Welt und der Möglichkeiten sich zu engagieren.

Eine Jury, bestehend aus Christopher Polster (Bürgerrechtler in der DDR), Gino Kuhn (Zeitzeuge und Künstler), Caro Kahn (Radio Cottbus), dem Team des Fachbereichs Jugend und Sport der Stadt Cottbus und Amnesty International/ Ortsgruppe Cottbus, wählte schließlich die besten 25 Werke aus. Diese wurden bei einer öffentlichen Veranstaltung im September präsentiert und die Autoren mit verschiedenen Preisen in Anwesenheit von Eltern, Mitschülern, Freunden und weiteren Gästen ausgezeichnet. Eine kleine Podiumsdiskussion mit den Zeitzeugen, moderiert durch eine der jungen Preisträgerinnen, erinnerte zudem an den Anlass des Wettbewerbs, das 25. Jubiläum der Deutschen Einheit. Um die vielfältigen Ideen der Jugendlichen auch über das Projekt hinaus sichtbar zu machen, wurde aus den ersten zwölf platzierten Werken ein Kalender, zusammengetragen. Mitte Oktober nahmen diese Preisträger außerdem an einer Studienfahrt nach Berlin teil.

Zeitraum:

01.04. bis 31.10.2015

Zielgruppe:

Kinder und Jugendliche aus Cottbus und Umgebung (außerschulisches Angebot)

Ergebnis:

Kalender mit den zwölf best platzierten Werken, eine Postkarte und Stoffbeutel

Kontakt und Finanzierung:

Hana Hlásková und Carola Peter

Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg verwirklicht. Die Preise wurden außerdem vom Hugendubel, UCI-Kinowelt, Piccolo-Theater, Lagune, Planetarium zur Verfügung gestellt.