Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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„Rote Hölle von Cottbus“

„Rote Hölle von Cottbus“

(Filmworkshop in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus)

Die südbrandenburgische Stadt Cottbus wird nicht gleich mit einem politischen Gefängnis in Verbindung gebracht. Trotzdem zählt dieser Ort zusammen mit ande­ren zum Symbol für politische Verfolgung während der beiden deutschen Diktatu­ren des 20. Jahrhunderts, denn auch hier wurden zahlreiche Menschen zu Unrecht eingesperrt. Nun aber warum stand gerade hier eins der bedeutendsten politischen DDR-Gefän­gnisse? Welche Menschen und warum wurden sie hier eingesperrt? Wie sah der Haft­alltag aus? Welches Verhältnis war zwischen den Häftlingen und den Wärtern? Warum nannte man das Gefängnis „Rote Hölle“? Wie viel wusste die Nachbarschaft von diesem Ort? Und wie stehen die Cottbuser heute zu „ihrem“ Gefängnis? Im Workshop begab sich eine Gruppe von Jugendlichen auf die historische Spurensuche in ihrer Heimatstadt und hielt die Ergebnisse filmisch fest. Die Jugendlichen sprachen mit früheren politischen Häftlingen, erforschten historische Dokumente und wurden selber zu Protagonisten in einem kleinen Dokumentarfilm über das ehemalige politische Gefängnis von Cottbus. Der Film wurde bei dem 25. Filmfestival in Cottbus am 2.11. gezeigt.

Zeitraum:

01.09. bis 30.11.2015

Projektwoche 19. bis 23.10.2015

Zielgruppe:

Jugendliche aus Cottbus (offene Kinder- und Jugendarbeit)

Ergebnis:

Dokumentarfilm, projektbegleitende Homepage

Kooperationspartner und Beteiligte:

Filmemacher Erik Schiesko/ Konturprojekt Cottbus, verschiedene Zeitzeugen

Kontakt und Finanzierung:

Hana Hlásková

Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der Stadt Cottbus verwirklicht.