Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Weggesperrt – Geschichte künstlerisch gestalten

Weggesperrt – Geschichte künstlerisch gestalten

(Geschichtsprojekt mit Kunstworkshops)

50 Schüler der 10. Klasse trafen am historischen Ort der Repression auf Schicksale der Betroffenen. Sie erfuhren Wissenswertes zum Thema Verfolgung und Zersetzung von politisch Andersdenkenden in der SBZ/ DDR, speziell dann zu den Motiven, Verlauf und Nachwirkungen politischer Haft im Zuchthaus Cottbus. Im Mittelpunkt standen dabei das Nachempfinden und Nachvollziehen von Handlungen, Situationen, Entscheidungen wie auch Denkprozessen und Gefühlslagen der Häftlinge, teilweise auch des Personals. Aus der Begegnung mit den Zeitzeugen, der eigenständigen praktischen Auseinandersetzung mit den authentischen Räumlichkeiten, der Einsicht in Dokumente und dem Betrachten von Kunstwerken und Objekten formulierten die Schüler eigene Eindrücke, Betroffenheit aber auch Fragen und Positionen. Diese setzten sie in eigenen Kunstwerken aus den Bereichen Bildende Kunst, Szenische Darstellung, Erzählen/ Literatur und Meiden um. Zum Schluss präsentierten sie ihre Ergebnisse, reflektierten den Arbeitsprozess sowie gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse.

Zeitraum:

1.09. bis 30.11.2015
(Projekttage 15. bis 17.09.2015)

Zielgruppe:

Schüler aus zwei Cottbuser Schulen

Ergebnis:

Kunstwerke (Bilder, Zeichnungen, Tonwerke, Hörspiele, Fotografien, Prosa, Gedichte, Graffiti, ), Ausstellung in der Räumlichkeiten der Gedenkstätte

Kooperationspartner und Beteiligte:

Niedersorbisches Gymnasium Cottbus, Max-Steenbeck-Gymnasium, - Zeitzeugen Siegmar Faust, Joachim Heise, Gino Kuhn, Filmemacher Erik Schiesko, Fotograf Alexander Janetzko

Graffiti-Künstler Martin Jainz, Ines Göbel (Literaturwerkstatt/ Glad-House), Golde Grunske (TANZwerkstatt)

Kontakt und Finanzierung:

Hana Hlásková

Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Lokalen Aktionsplanes Cottbus/ Programm Demokratie leben, der Stiftung Lausitzer Braunkohle und des Vereins Gegen Vergessen für Demokratie e.V. realisiert.