Zitat des Monats Dezember

Ich habe um Weihnachten 1977 herum die Arbeit bei Sprela verweigert. Ich wollte für diesen Staat nichts mehr machen, weil sie mir die Ausreise nach Westdeutschland verweigert hatten. Daraufhin haben sie mich bis kurz vor meiner Entlassung in die DDR im März 1978 in die neu eingerichteten Tigerkäfigzellen eingesperrt.

(Burkhardt Aulich, von 1977 bis 1978 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert.)

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„HAFT – ZWANG – ARBEIT"

Vortrag und Podiumsdiskussion am Sonntag, 10. Dezember 2017 12:00 Uhr - 16:00 Uhr

Am Sonntag, dem 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, wird um 12:00 Uhr die neue Dauerausstellung „HAFT – ZWANG – ARBEIT im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989“ im Menschenrechtszentrum Cottbus (Bautzener Straße 140) eröffnet.

Zahlreiche Informationen, authentische Objekte aus der jeweiligen Epoche und Zeitzeugeninterviews in Schrift und Film ermöglichen einen bewegenden Einblick in den Arbeitsalltag, die Arbeitsbedingungen, besonders die Auflehnung von Häftlingen und die darauf folgenden Disziplinarmaßnahmen.

Ab 14:00 Uhr ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „HAFT – ZWANG – ARBEIT gestern und heute“ geplant. Mit dem Kurator der Ausstellung, Dr. Jan-Philipp Wölbern diskutieren Dieter Dombrowski, Hans-Christian Hoffmann, ebenfalls ehemaliger politischer Häftling in Cottbus und der Leiter der Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen, Oliver Allolio. 

An diesem Tag ist der Besuch der Gedenkstätte kostenfrei.

Die Ausstellung wurde mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Lausitzer Braunkohle finanziert.

Info

Ort
Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus