Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Cottbus und der Prager Frühling 1968. Reaktionen der Bevölkerung auf die Ereignisse in der ČSSR

Vortrag am Mittwoch, 05. September 2018 17:30 Uhr - 19:00 Uhr

Am 21. August 1968 heißt es in einem Schreiben der Stasi-Bezirksverwaltung Cottbus, dass in der Cottbuser Bevölkerung eine „breite Zustimmung zu den Maßnahmen der sozialistischen Bruderparteien in der ČSSR herrsche und die Errungenschaften mit der Waffe in der Hand verteidigt werden müssen.“

Entgegen dieser Behauptung wächst die Solidarität der Cottbuser mit der ČSSR-Bevölkerung, als die Armeen der Warschauer-Pakt-Staaten in der Tschechoslowakei einmarschieren. Zum Ausdruck kommt das durch Parolen an den Hausfassaden. Auch Flugblätter werden verteilt. Dass die Reformversuche der Kommunistischen Partei unter Alexander Dubček niedergeschlagen werden, erzeugt neben Widerspruch auch Betroffenheit in der DDR-Bevölkerung. Die Angst vor einem erneuten Krieg verbreitet sich.

50 Jahre Prager Frühling – zu diesem Anlass schildert Rüdiger Sielaff (BStU) am 5. September um 17:30 Uhr anhand von Dokumenten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder) die Reaktionen der Bevölkerung in Cottbus und Umgebung auf das gewaltsame Ende des „Sozialismus im neuen Antlitz“ in der ČSSR.

Kooperationsveranstaltung mit der BStU-Außenstelle Frankfurt (Oder)

Info

Ort
Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus