Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

Weitere Zitate

Forschungsprojekte

Forschungsverbund „Landschaften der Verfolgung“

https://landschaften-verfolgung.de/

Als Teil eines Forschungsverbundes mehrerer Universitäten und Gedenkstätten erforscht das Menschenrechtszentrum seit Januar 2019 die politische Haft in der brandenburgischen Lausitz während der SBZ/DDR. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbund will bis 2022 zentrale Aspekte der politischen Repression in der SBZ/DDR erforschen. Ein Schwerpunkt ist die Erstellung einer Datenbank, in der möglichst alle aus politischen Gründen Getöteten, Verletzten und Inhaftierten erfasst werden sollen.
Das Menschenrechtszentrum hat die Aufgabe, die von MfS-Untersuchungshaft und politischem Strafvollzug in Cottbus Betroffenen zu registrieren. Darüber hinaus sollen u.a. Interviews (z.T. per Video) mit den früheren Inhaftierten geführt und Kurzbiografien von ihnen erstellt werden. In die Analyse werden auch andere Haftanstalten der Region einbezogen (z.B. Schwarze Pumpe und Luckau).
Für das Projekt ist im Menschenrechtszentrum Dr. Steffen Alisch als wissenschaftlicher Mitarbeiter zuständig.

Erforschung der Geschichte des Haftortes Cottbus

Zu den Aufgaben der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus zählt seit ihrer Eröffnung die Erforschung der Geschichte des Haftortes Cottbus und seiner Außenlager. Forschungsergebnisse erweitern und ergänzen die bestehenden Dauerausstellungen zur politischen Haft und Haftzwangsarbeit unter der nationalsozialistischen Terrorherrschaft und während der SED-Diktatur. Weiterhin finden sie Eingang in die politisch-historische Bildungsarbeit der Gedenkstätte.

Forschungsvorhaben

Weitere Projekte und Schwerpunkte:

  • Vervollständigung der Zeitzeugen- bzw. Häftlingsdatenbank
  • Inoffizielle Mitarbeiter und ihre Aktivitäten in der Strafvollzugseinrichtung Cottbus im Zeitraum 1960 bis 1989
  • Geschichte der JVA Cottbus 1990 bis 2002