Zitat des Monats Mai

„Ich weiß nicht, wie lange wir fuhren. Der Zug hielt an einem Bahnhof. Dort wurden wir ausgeladen – gefesselt waren wir schon. Synchron sprangen wir ins Freie. Und wieder die Uniformierten mit Karabinern. Wieder die Hunde. Und wieder die neugierigen Blicke wie in Brandenburg. Ich entdeckte das Schild ‹Cottbus›.“

(Dieter Drewitz, im Zuchthaus Cottbus 1967 inhaftiert)

Weitere Zitate

Chronik

1855 – 1859 Bau des Gefängnisses
1. April 1860 Eröffnung des „Königlichen Centralgefängnisses Cottbus“
1930 – 1937 Jugendgefängnis
Januar 1937 – Juli 1937 Männerstrafanstalt
August 1937 – Januar 1939 Frauengefängnis
Januar 1939 – April 1945 Frauenzuchthaus
Februar-April 1945 Zerstörung großer Teile des Gefängnisses durch Bombenangriffe
Juli 1945 Neueröffnung als städtisches Gefängnis Cottbus
September 1945 Übernahme durch die Provinzialregierung Brandenburg
Januar 1951 Übernahme durch das DDR- Innenministerium (MdI)
(Strafvollzugsanstalt /Strafvollzugseinrichtung Cottbus)
1990 – 2002 Justizvollzugsanstalt des Landes Brandenburg
2002 Schließung der Justizvollzugsanstalt Cottbus, Bautzener Straße 140

 

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Nachnutzung

2002 – 2007 Leerstand
Dezember 2007 Verkauf des gesamten Geländes an einen Privatinvestor
2011/2012 Kauf des ehemaligen Gefängnisareals durch das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. – Sanierung des Zellengebäudes (Hafthaus 1) und Teilsanierung des Torhauses
4. September 2012 Eröffnung der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
10. Dezember 2013 Eröffnung der Dauerausstellung „Karierte Wolken – Politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933-1989“