Zitat des Monats Dezember

Ich habe um Weihnachten 1977 herum die Arbeit bei Sprela verweigert. Ich wollte für diesen Staat nichts mehr machen, weil sie mir die Ausreise nach Westdeutschland verweigert hatten. Daraufhin haben sie mich bis kurz vor meiner Entlassung in die DDR im März 1978 in die neu eingerichteten Tigerkäfigzellen eingesperrt.

(Burkhardt Aulich, von 1977 bis 1978 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert.)

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Jugendprojekt in den Herbstferien: 360°-Filmworkshop zum Thema "Zwangsarbeit"

Hundertausende Menschen werden in chinesischen und nordkoreanischen Haftlagern zu Arbeit unter unwürdigen Bedingungen gezwungen. Auch auf dem freien Markt entstehen in "Billiglohnländern" neue Formen der Ausbeutung durch nur scheinbar freiwillige Arbeit, um den weltweiten Konsumbedarf zu bedienen.

Das alles geschieht weit weg, hat aber viel mit uns zu tun.

In der zweiten Herbstferienwoche (30.10. bis 4.11.) setzt sich ein junges Team im Menschenrechtszentrum mit Zwangsarbeit in der heutigen Welt auseinander. Wir treffen Augenzeugen, recherchieren und produzieren zusammen mit dem Filmemacher Erik Schiesko einen 360°-/Virtual-Reality-Film. Der fertige Film wird ab dem 10.12. in der neuen Dauerausstellung zum Thema Zwangsarbeit in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus an einer VR-Station zu sehen sein.

Der Workshop dauert fünf Tage (wir überspringen den Feiertag am 31.10.) und kostet 20 Euro. Die zwölf Teilnehmer bekommen ein Zertifikat und werden in der Dauerausstellung erwähnt.

Wer zwischen 14 und 27 Jahren alt ist und dabei sein will, kann sich ab sofort per E-Mail bei unserem Bildungsreferenten Johannes Näder melden.

Weitere Informationen gibt es hier.