Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

Weitere Zitate

Pressemitteilung GRENZGESCHICHTEN - crossing borders - Storytellingprojekt am Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. zum Thema Menschenrechtsverletzungen

Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums Cottbus entwickeln crossmediale Geschichten zu den Schicksalen politischer Gefangener des ehemaligen Zuchthauses Cottbus und aktuell geflüchteter Menschen für das Storytellingportal www.grenzgeschichten.net. Das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. nimmt damit an dem bundesweiten Medienprojekt „Grenzgeschichten – crossing borders“ der Stiftung Zuhören teil.

18 Projektgruppen in vier Bundesländern und in Tschechien haben sich bereits mit Geschichten, die aus Ländergrenzen heraus entstehen, befasst und dabei historisch wie politisch relevante Themen für grenzgeschichten.net aufgearbeitet. In Cottbus treffen nun 20 Jugendliche auf Zeitzeugen, die unter schwierigsten Bedingungen im damals größten politischen Zuchthaus der DDR inhaftiert waren, weil sie die Republik verlassen wollten. Darüber hinaus lernen sie Menschen kennen, die gegenwärtig vor Menschenrechtsverletzungen aus ihrer Heimat fliehen. „Menschenrechte im Grenzbereich“ ist Titel und Thema der Projektgruppe des Evangelischen Gymnasiums. Wo liegen die Grenzen zu Menschenrechtsverletzungen damals und heute? Welche Grenzen werden und wurden überschritten, um Menschenrechte zu wahren? Wie verhalten sich Länder zueinander bei diesem Thema?  Die Jugendlichen werden bei der Projektarbeit von Johannes Näder, Bildungsreferent des Menschenrechtszentrums Cottbus e.V., Erik Schiesko, freier Filmemacher und Produzent sowie Rupert Jaud, freier Mediencoach und Sound Designer des Bayerischen Rundfunks angeleitet und unterstützt. 

PressevertreterInnen sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn die Jugendlichen die Gedenkstätte besuchen, Zeitzeugen treffen, Archivmaterial bearbeiten, über das Thema diskutieren und ihre Geschichten produzieren. Die Workshopwoche findet von 23.1. 17 bis 27.1. 17 von 8:15 Uhr bis rund 16:00 Uhr in den Räumen des Menschenrechtszentrums Cottbus e.V. statt (Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus). Am 27.1.17 gibt es vormittags eine Präsentation im Evangelischen Gymnasium.

Das Projekt ist gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mehr über "Grenzgeschichten – crossing borders“:
grenzgeschichten.net
grenzgeschichten.wordpress.com
facebook.com/uebergrenzen

Die Stiftung Zuhören ist eine 2002 gegründete, gemeinnützige, bundesweite Bildungsstiftung der ARD, der Landesmedienanstalten und der Firma Sennheiser. Ihr Ziel ist es, das Zuhören in allen Bereichen unserer Gesellschaft sowie die Medienbildung in allen Bevölkerungsgruppen zu fördern. Sie setzt den Bildungsauftrag ihrer Stifterhäuser um. Das Storytellingprojekt „Grenzgeschichten – crossing borders“ hat sie gemeinsam mit der Bayerischen Sparkassenstiftung entwickelt.
Kontakt Stiftung Zuhören
Gundula Iblher, Projektleiterin Stiftung Zuhören,
c/o Bayerischer Rundfunk Rundfunkplatz 1
80335 München
Tel.: 089/5900-41256
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.stiftung-zuhoeren.de
Informationen zum Workshopablauf und Anmeldung bitte bei Johannes Näder unter
03 55 / 29 01 33 15, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!