Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Unsere Hilfe für die Menschen im irakischen Kurdistan

Mitte bis Ende März 2016 war eine Delegation des Menschenrechtszentrums Cottbus (MRZ) und der in Frankfurt am Main ansässigen Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) im irakischen Kurdistan. Der Gruppe gehörten u.a. vier Ärzte an, die Flüchtlinge in Lagern behandelten. Die Cottbuser Ärztin, Dr. Liv Fünfgeld, gab einen Kurs an Angehörige von Flüchtlingen mit Behinderungen, damit ihnen ihr Leid im Zelt etwas gelindert wird. Die Hilfe der deutschen Ärzte wurde allseits sehr begrüßt, denn die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist katastrophal. In der Provinz Dohuk stehen pro 10.000 Einwohnern lediglich vier Ärzte und neun Krankenschwestern den ca. 2 Millionen Menschen zur Verfügung. Dazu zählen die ortsansässige Bevölkerung, Hunderttausende von Flüchtlingen, aber auch die Peshmerga, die gegen den IS kämpfen.

Die geschäftsführende Vorsitzende des Menschenrechtszentrums Cottbus, Sylvia Wähling, hat sich ein genaueres Bild über die aktuelle Menschenrechtslage in Kurdistan gemacht. Noch immer fliehen viele Menschen aus dem Nordirak, wozu Kurdistan zählt. Ebenso suchen zahlreiche Menschen aus der gesamten Region Zuflucht in Kurdistan. Historische und aktuelle grausame Erfahrungen von Verfolgung verbunden mit Misstrauen, kulturelle und religiöse Prägungen, aber auch internationale Machtinteressen verkomplizieren die Lage. Für die einen ist es ein Ort in ihrer kulturellen Umgebung, in dem sie in relativer Sicherheit leben können, andere wiederum verlassen Kurdistan aus Angst in Richtung sicheres Europa. Das MRZ setzt seine Hilfe für die Menschen in Kurdistan fort. Wenn es Sie interessiert, fragen Sie nach den aktuellen Hilfsmöglichkeiten.