Zitat des Monats Juli

"Im Gelände des Zuchthauses war eine Filterproduktion für Giftmasken eingerichtet worden. Ein kriegswichtiges Unternehmen mit Fließbandfertigung! [...] Die an den Maschinen arbeitenden Frauen standen vor den Maschinen mindestens zehn Stunden."

Greta Kuckhoff, von 1944 bis 1945 in Cottbus inhaftiert.

Weitere Zitate

Fotodokumentation aus der Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das Gefängnis bis 1950 der Brandenburger Justiz unterstellt. Dabei wurden die Häftlinge in verschiedenen Gewerken überwiegend für den Wiederaufbau des stark zerstörten Gefängnisses eingesetzt. Auch einige externe Betriebe und sowjetische Dienststellen setzten Häftlinge zur Arbeit ein. Inhaltlich wurde an die Reformkonzepte der Weimarer Republik angeknüpft, die die Resozialisierung der Gefangenen in den Mittelpunkt stellten. Nach der Gründung der DDR und der Übernahme des Gefängniswesens durch das DDR-Innenministerium 1951 änderte sich dies jedoch grundlegend.

Das hier präsentierte Foto zeigt das massiv beschädigte Hafthaus 1. Weitere Fotos aus der Dokumentation sind seit dem 10. Dezember 2017 in der neuen Dauerausstellung "Haft – Zwang – Arbeit im Zuchthaus Cottbus 1933-1989" in der zweiten Etage der Gedenkstätte zu sehen. Sie geben Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche des Gefängnisses.

Leihgabe JVA Cottbus Dissenchen