Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Erneute Hilfe des Menschenrechtszentrums Cottbus für Flüchtlinge im kurdischen Nordirak

Am morgigen Donnerstag, den 17. März, fährt eine 9-köpfige Gruppe von Helfern des Menschenrechtszentrums Cottbus (MRZ) und der in Frankfurt am Main ansässigen Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zu Flüchtlingslagern ins irakische Kurdistan. Der Gruppe gehören vier Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg an, die zum wiederholten Mal zu den kurdischen Flüchtlingslagern fliegen. Während drei der Ärzte Flüchtlinge ambulant in Lagern in der Gegend von Dohuk behandeln werden, wird die Cottbuser Ärztin, Dr. Liv Fünfgeld, in zwei Lagern einen zweitägigen Kurs für Angehörige  von Behinderten erteilen, damit die Kursbesucher Handgriffe lernen, um die Schmerzen ihrer Angehörigen zu lindern. Der Kurs wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Die benötigten Medikamente und Instrumente nehmen die Ärzte als Übergepäck mit ins Flugzeug. Wiederholt berichteten andere Hilfsorganisationen von tagelangen Behinderungen an der türkisch-bulgarischen bzw. türkisch-kurdischen Grenze, so dass die knapp 90 kg Übergewicht in Kauf genommen werden müssen. Die Ärzte sollen während ihrer Anwesenheit in Kurdistan effektiv für die bedürftigen Menschen zur Verfügung stehen und nicht sehnsüchtig die an der Grenze blockierten Medikamente erwarten. Die Not der Flüchtlinge in den Lagern ist sehr groß, ihre Perspektivlosigkeit wächst von Tag zu Tag. Ihre Bedürfnisse können von der kurdischen Regierung alleine und den großen Hilfsorganisationen nicht bewältigt werden, deshalb ist jede Hilfe von außen herzlich willkommen. Die Dankbarkeit für die ausländische Hilfe drückt sich in einer sehr großen Hilfsbereitschaft seitens der kurdischen Behörden, die alle erforderlichen Papiere und Genehmigungen schnell und problemlos erteilen, bis hin dass den Ärzten mobile Kliniken für ihren Einsatz zur Verfügung gestellt werden.

Diese dritte Reise des Menschenrechtszentrums Cottbus findet während der Osterzeit statt. Die katholisch orientierten Christen des Landes werden das zweite große Fest der Christenheit gleichzeitig mit den Katholiken und Protestanten weltweit feiern. Neben der humanitären Hilfe verfolgt der Verein das weitere Ziel, das zu Weihnachten gewonnene Bild über das gemeinsame Leben der Religionen und die Lage der Christen im irakischen Kurdistan zu vervollständigen. „Für uns stellt sich die Frage, ob und wie man als Christ im irakischen Kurdistan lebt. Kann ein Christ, der aus Mosul nach Kurdistan flüchten musste, dort als Christ unter Moslems in Sicherheit leben sowie frei und ungehindert seinen Glauben ausüben, oder ist er Repressalien ausgesetzt? Kann in Kurdistan ein Moslem ohne Angst zum Christentum konvertieren“ fragt sich Sylvia Wähling, die geschäftsführende Vorsitzende des Menschenrechtszentrums, die die Gruppe leitet, bereits Weihnachten mit Christen in Kurdistan feierte und diesmal Ostern dort verbringt. Aus menschenrechtlicher Sicht möchte Sylvia Wähling darüber hinaus die Situation und Stellung der Frauen im moslemisch geprägten irakischen Kurdistan näher untersuchen. Ihre Erkenntnisse sollen wiederum hier in Deutschland der differenzierten Bewertung von moslemisch geprägten Ländern und damit der vorurteilsfreieren und toleranteren Begegnung mit in Deutschland lebenden Moslems dienen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:

Sylvia Wähling

Geschäftsführende Vorsitzende Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. und

Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus

Tel: 0049-355-290133-0 (Durchwahl-12)

Fax: 0049-355-290133-33

Funk:0049-172-3474179

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