Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Unsere Hilfe für Kurdistan – Perspektiven für die Flüchtlinge schaffen!

Mitte Oktober reiste eine siebenköpfige Gruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und des Menschenrechtszentrums Cottbus (MRZ) in den Nordirak. kurdistan webDer Gruppe gehörten der Vorsitzende des MRZ und Vizepräsident des Brandenburgischen Landtages, Dieter Dombrowski, die geschäftsführende Vorsitzende des MRZ, Sylvia Wähling sowie die vier Ärzte Dr. Liv Fünfgeld aus Cottbus, Ioana und Dr. Martin Klopf aus Rendsburg, ein syrischer Flüchtling aus Rathenow und Khalil al Rasho von der IGFM an. Zuvor war ein Lastzug mit humanitärer Hilfe – mit Rollstühlen, Rollatoren, Gehhilfen, Medikamenten, Schulmaterialien, fabrikneuer Kleidung u.a. – nach Kurdistan gefahren.

Folgende Ziele wurden verfolgt:
Behandlung von Flüchtlingen durch die mitreisenden Ärzte in der Region um Dohuk, Verteilung der Medikamente und sonstigen Hilfsgüter, Bedarfsfeststellung für zukünftige Einsätze und Projekte und
insbesondere die Untersuchung der Lage der entführten und versklavten Frauen, Mädchen und Männer. Die IGFM und das MRZ bemühen sich um Öffentlichkeit zur Rettung der weiterhin verschleppten Opfer; 3.580 versklavte Personen werden in der Gewalt des IS vermutet.

Von offiziellen Seiten wurden wir mehrfach gebeten, durch Projektarbeit den Flüchtlingen Perspektiven zu eröffnen, damit sie bleiben. Mit vielen Eindrücken kehrte die Gruppe im November zurück. Darüber hinaus ist eine wichtige Erkenntnis aus der Reise, dass mit Vor-Ort-Projekten die Fluchtursachen in Kurdistan gemildert werden müssen, um den Menschen in ihrem Land eine Perspektive zu bieten, damit sie dort bleiben. Des weiteren muss in Deutschland viel differenzierter von der Lage in Kurdistan berichtet werden. Damit wird das Ziel hier in Deutschland verfolgt, Verständnis für die Lage der Menschen in den Herkunftsländern der hiesigen Flüchtlinge zu wecken und damit zur Befriedung Deutschlands einen Beitrag zu leisten.

Wenn Sie Interesse haben, mehr über die aktuellen Hilfsprojekte in Kurdistan zu erfahren, fragen Sie bitte bei uns nach.