Zitat des Monats Dezember

Ich habe um Weihnachten 1977 herum die Arbeit bei Sprela verweigert. Ich wollte für diesen Staat nichts mehr machen, weil sie mir die Ausreise nach Westdeutschland verweigert hatten. Daraufhin haben sie mich bis kurz vor meiner Entlassung in die DDR im März 1978 in die neu eingerichteten Tigerkäfigzellen eingesperrt.

(Burkhardt Aulich, von 1977 bis 1978 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert.)

Weitere Zitate

Ich habe um Weihnachten 1977 herum die Arbeit bei Sprela verweigert. Ich wollte für diesen Staat nichts mehr machen, weil sie mir die Ausreise nach Westdeutschland verweigert hatten. Daraufhin haben sie mich bis kurz vor meiner Entlassung in die DDR im März 1978 in die neu eingerichteten Tigerkäfigzellen eingesperrt.

(Burkhardt Aulich, von 1977 bis 1978 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert.)

Zitate des Monats

2017

„Die Zeit ist nicht verloren; sie hat mich zu demjenigen gemacht, der ich heute bin.“

Monty Verseck (im Zuchthaus Cottbus von Dezember 1988 bis November 1989 inhaftiert)

„Ich wollte und will in Freiheit und selbstbestimmt leben.“

Joachim Heise (im Zuchthaus Cottbus von Mai 1983 bis Juni 1984 inhaftiert)

„Der Glaube an Irrtümer ist im Gefängnis besonders haltbar. Irgendwann lernt man, dass auch dieser Glaube ein Irrtum ist.“

Matthias Storck (im Zuchthaus Cottbus 1980 inhaftiert)

2016

„Erziehungsbereich….! Die schienen sich tatsächlich – in ihrem Macht- und Größenwahn – eingebildet zu haben, mich, der ein paar Gedichte geschrieben hatte […] erziehen zu müssen.“

Utz Rachowski (im Zuchthaus Cottbus 1980 inhaftiert)

„Wenn jeder seine Geschichte erzählt hatte, jeder von jedem die Familiengeschichte kannte und die Gründe für seine Verurteilung, war Schweigen angesagt.“

Arno Drefke (im Zuchthaus Cottbus von 1953 bis 1957 inhaftiert)

"Es war weiß Gott keine angenehme Zeit, voller Ungewißheit, und Angst vor der Willkür des Wachpersonals."

Dr. Christian Richter (im Zuchthaus Cottbus von Oktober 1978 bis März 1979 inhaftiert)

„6 Jahreszeiten haben mir meine Peiniger gestohlen – ich sah keine Frühlingsblume, keine blühenden Bäume, kein fallendes Herbstlaub ….“

Dr. Martin Klopf (im Zuchthaus Cottbus von Oktober 1988 bis November 1989 inhaftiert)

„Cottbus hat mir was fürs Leben gegeben. Cottbus hat mich reifer gemacht. In Cottbus habe ich vor allem gelernt, wie wichtig es ist, sich einzusetzen, dass die Würde des Menschen nicht erniedrigt wird.“

Roland Jahn (im Zuchthaus Cottbus 1983 inhaftiert)

„Ich arbeitete zunächst bei Sprelacart. Wir mussten Schmierbuchsen aus Kunststoff herstellen. Es war unerträglich heiß. Giftige Dämpfe und Staub lagen in der Luft, und wir ohne Schutzmaske... .“

Bernd Pieper (im Zuchthaus Cottbus von Juni 1975 bis Juni 1976 inhaftiert)

„Ich habe viel Elend im Zuchthaus von Cottbus erlebt. Viel Leid und Schmerz. Aber ich hatte einen Glauben, und ich hatte die Kameradschaft von Mithäftlingen, die mir geholfen haben.“

Matthias Katze (im Zuchthaus Cottbus von Juli 1979 bis November 1979 inhaftiert)

„Ich kam auf EB 3 – in eine Zelle von 15 Quadratmetern mit 20 Leuten. […] Drei Pritschen übereinander gestellt. Eine Toilette. Der Gestank. Und immer der Krach. Ein Rumschreien und Befehlen.“

Rocco Schettler (im Zuchthaus Cottbus von August 1982 bis Januar 1983 inhaftiert)

„Sie wollten mich umerziehen – das Gegenteil haben Sie erreicht.“

Manfred Gebhardt (im Zuchthaus Cottbus von August 1981 bis September 1982 inhaftiert)

2015

„Jede Mühsal und jeder Tag Haft waren es wert – für das Glück in Freiheit und Selbstbestimmung zu leben.“

Dieter Dombrowski (im Zuchthaus Cottbus von August 1974 bis Dezember 1975 inhaftiert)