Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Pressemitteilung: Erlaubt, aber unerwünscht - Zeitzeugengespräch über eine schwule Jugend in der DDR

Im Rahmen der CSD-Aktionswochen findet in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus (Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus) am 8. September 2020 18.30 Uhr ein Gesprächsabend zur Situation homosexueller Menschen in der DDR statt. Zu Gast wird Mario Röllig sein - Zeitzeuge und ehemaliger politischer Häftling.

Mario Röllig, 1967 geboren, war sich früh seiner Homosexualität bewusst. Als er sich in einen Mann aus Westberlin verliebte und fortan mit ihm leben wollte, geriet er in den Blick des Ministeriums für Staatssicherheit. 1987 versuchte er aus der DDR zu fliehen.

Röllig wird im Rahmen der Veranstaltung über seine Jugend im SED-Staat sprechen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Es werden Auszüge aus dem Film "Der Ostkomplex", mit Mario Rölligs Geschichte zum Inhalt, zu sehen sein.

Hintergrund:
Wie also lebten homosexuelle Frauen und Männer in dem abgeschotteten Land hinter dem Eisernen Vorhang? Wie war es, als schwuler Jugendlicher in den 1980er Jahren in der normierten Gesellschaft der DDR aufzuwachsen und was bedeutete es, als Homosexueller nach gescheiterter Flucht in politische Haft zu kommen?

Im Fokus staatlicher Organe der DDR waren zahlreiche Gruppen: Kritiker des Systems, Oppositionelle, Ausreisewillige, Leistungssportler und viele mehr. Der Umgang des Regimes mit Homosexuellen wird vielfach als fortschrittlich beschrieben. Der Alltag vieler Schwuler und Lesben war aber keineswegs unproblematisch. Eine lebendige Subkultur sah die sozialistische Gesellschaft nicht vor und der Anpassungsdruck war enorm.

Die Veranstaltung ist in Kooperation zwischen dem CSD Cottbus e.V. und der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus entwickelt worden.

Der CSD Cottbus & Niederlausitz wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), das Bundesprogramm Demokratie leben! der Stadt Cottbus und des Landkreises Spree-Neiße, die Stadt Cottbus und die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

Anmeldung zur Veranstaltung: http://veranstaltung.x.csd-cottbus.info

Infos rund um den CSD: http://2020.csd-cottbus.info

CSD-Programm: http://programm.csd-cottbus.info

 

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:

Sylvia Wähling

Geschäftsführende Vorsitzende Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. und

Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus

Bautzener Straße 140

03050 Cottbus

Tel: 0049-355-290133-0 (Durchwahl-12)

Fax: 0049-355-290133-33

Funk:0049-172-3474179

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www.menschenrechtszentrum-cottbus.de