Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Pressemitteilung - Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus öffnet wieder die Tore und zeigt Anne-Frank-Sonderausstellung

Nach der 7-wöchigen coronabedingten Schließung öffnet ab kommenden Dienstag, den 5. Mai, die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ihre Tore für die Öffentlichkeit. Dienstags bis freitags von 10:00 – 17:00 Uhr und am Wochenende von 13:00 – 18:00 Uhr können Gäste die Gedenkstätte besuchen und sich über die Vergangenheit des früheren Unrechtsorts sowie über Menschenrechtsverletzungen in Geschichte und Gegenwart informieren.

Im weitläufigen Gelände gibt es drei Dauerausstellungen zu besichtigen: Die Ausstellungen „Karierte Wolken – politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933–1989“ im Erdgeschoss sowie „HAFT – ZWANG – ARBEIT im Zuchthaus Cottbus 1933–1989“ in der 2. Etage des Gedenkstättengebäudes zeigen typische Beispiele politischen Unrechts aus der Zeit der NS-Terrorherrschaft bzw. der SED-Diktatur. Die Ausstellung „Vergangen, nicht vergessen – Das Zuchthaus Cottbus im Spiegel der Zeiten“ im Außenbereich befasst sich an 16 Stationen mit der wechselvollen Geschichte des 22.000 qm großen Geländes von der Erbauung der ersten Gebäude bis zur heutigen Nutzung durch das Menschenrechtszentrum Cottbus. Mit alten und neuen Fotos, historischen Plänen und Texten ermöglicht sie den Besuchern einen Einblick in die Baugeschichte und Nutzung der Gebäude. Alle drei Ausstellungen beschreiben nicht nur die Geschichte, sondern geben mit Originalzitaten besondere Erlebnisse, Gedanken und Gefühle von ehemaligen Inhaftierten aus der Zeit der NS-Terrorherrschaft und der SED-Diktatur wieder. Damit soll dieser Ort durch die Stimmen der Menschen, denen aus politischen Gründen Unrecht angetan worden ist, noch lange lebendig für die Nachwelt erhalten bleiben.

Bis zum 21. Juni zeigt das Menschenrechtszentrum Cottbus zudem die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ des Anne Frank Zentrums Berlin. In zwei Räumen können sich Besucherinnen und Besucher über Anne Franks Geschichte und den zeitgeschichtlichen Hintergrund der nationalsozialistischen Verfolgung informieren. Auch aktuelle Fragen von Identität, Gruppenzugehörigkeit, Ausgrenzung und Zivilcourage werden in der Ausstellung thematisiert.

Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres untersagt. Führungen sind nur im Einzelfall auf Anfrage für Individualbesucher möglich.

In den vergangenen sieben Wochen haben sich die Mitarbeiter des Trägervereins Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. sowie zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen bei der Produktion von Mundschutzmasken eingebracht. Bis zum heutigen Tag wurden 1.830 Stoffmasken genäht, die für Feuerwehr, Rettungsdienste, Pflegekräfte und weitere gemeinnützige Einrichtungen zur Verfügung gestellt worden sind. Solange der Bedarf noch besteht, werden weiterhin solche Masken genäht. Allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Spendern gilt ein großer Dank!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Sylvia Wähling
Geschäftsführende Vorsitzende Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. und
Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Tel: 0049-355-290133-0 (Durchwahl-12)
Fax: 0049-355-290133-33
Funk:0049-172-3474179
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