Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Pressemitteilung vom 15.03.2022 - Menschenrechtszentrum Cottbus setzt Hilfe für Kinderkrankenhaus in Odessa fort

Vergangene Woche bekam das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. einen Hilferuf aus dem Regionalen Kinderkrankenhaus in Odessa im Süden der Ukraine. Die geschäftsführende Vorsitzende des Vereins, Sylvia Wähling und ein engagierter Helfer aus Bagenz, Frank Riemer, zögerten keine Sekunde und fuhren umgehend mit einem Transporter beladen mit 15 m³ medizinischen Hilfsmitteln in Richtung ukrainisch-moldawisch-rumänische Grenze los. Die Hilfsmittel im Wert von 17.000 € wurden bei der Firma KÄB (Krankenhaus- und Ärztebedarf) in Salzburg bestellt und sonntags abgeholt. Die KÄB sponserte dazu Orthesen im Wert von 10.000 €. „Der lange Weg von 2.400 km bis nach Isaccea an der Donau im Süden von Rumänien hat sich gelohnt, weil wir diese Strecke auf dem sicheren Boden der Europäischen Union und der NATO gemacht haben. Niemand musste unter Gefahren quer durch die Ukraine fahren, um den umkämpften Süden zu erreichen. Die Hilfsmittel sind mittlerweile sicher beim Krankenhaus angekommen“, erklärt Sylvia Wähling. Die Menschen in der wichtigen Hafenstadt Odessa werden von den Sirenen jeden Tag alarmiert und fürchten ein ähnliches Schicksal wie die zerstörte Hafenstadt Mariupol.

Diesen Montag erreichte das Menschenrechtszentrum Cottbus erneut ein Hilferuf aus dem Kinderkrankenhaus in Odessa. Der Chirurg Igor Aleksandrovizch Kondratyev erzählte von sehr großer Not, die herrsche, weil Kinder auch aus den umkämpften Gebieten im Süden der Ukraine in das Regionalkinderkrankenhaus nach Odessa gebracht werden. Er bat besonders um chirurgische Materialien und andere medizinischen Hilfsmittel. Was sie nicht gebrauchen können, geben sie dem Militärkrankenhaus von Odessa. Deshalb startet Ende dieser Woche ein zweiter Transport des Menschenrechtszentrums in Richtung der ukrainisch-moldawisch-rumänischen Grenze. „Wir scheuen nicht, die 4.500 km Strecke in so kurzer Zeit wieder zu fahren, denn es herrscht Krieg vor unserer Tür in Europa. Auch wenn wir die Spenden für den Kauf der Hilfsmittel in Höhe von 25.000 € noch nicht zusammengesammelt haben, müssen wir jetzt losfahren. Die Menschen brauchen dringend unsere Hilfe“, konstatiert Sylvia Wähling, die den Transport begleiten wird und dringend um Spenden bittet.

Wer dem Kinderkrankenhaus in Odessa helfen möchte, kann eine Spende auf das Konto des Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. bei der Sparkasse Spree Neiße, IBAN: DE92 1805 0000 3000 0414 50, BIC:WELADED1CBN, unter dem Stichwort „Ukrainehilfe“ überweisen.

Es wird um die Weiterleitung dieser Pressemitteilung gebeten.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:

Sylvia Wähling
Geschäftsführende Vorsitzende Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. und
Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Tel: 0049-355-290133-0 (Durchwahl-12)
Fax: 0049-355-290133-33
Funk:0049-172-3474179
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