Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Pressemitteilung: Webinar und Online-Podium „Die Corona-Krise – Unsere Freiheit in Gefahr?“

Das Menschenrechtszentrum Cottbus lädt am Mittwoch, den 03.06.2020 um 16:00 Uhr, zu einem Webinar und Online-Podium zum Thema „Die Corona-Krise – Unsere Freiheit in Gefahr?“ ein. In einer live übertragenen Videokonferenz diskutieren Beobachter des Zeitgeschehens aus fünf Ländern über den dortigen Umgang mit der Corona-Krise, die überall Einschränkungen der Grundrechte mit sich bringt.

Podiumsgäste:
Dr. Frank Hoffmann, Historiker, Institut für Deutschlandforschung/Ruhr-Universität, Bochum (Deutschland)
Russel Miller, Rechtswissenschaftler, Washington and Lee University, Lexington (USA)
Jesse Souza, Soziologe, São Paulo (Brasilien)
Suming Soun, Buchautorin und Übersetzerin, Kaohsiung (Taiwan)
Ubaldo Villani-Lubelli, Historiker, Università de Salento in Lecce (Italien)
Job Mangelmanns, Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler, FU Amsterdam (Niederlande)

Moderation: Peter Keup, Menschenrechtszentrum Cottbus

Zugangsdaten: Anmeldung unter http://tiny.cc/Zoom-MRZ-Cottbus

Seit Beginn des Jahres steht die Menschheit vor der globalen Herausforderung einer Pandemie, die als Gesundheits- und Wirtschaftskrise die ganze Welt trifft. Die politischen Reaktionen in dieser Ausnahmesituation könnten unterschiedlicher kaum sein: Während in den meisten europäischen Ländern schnell und drastisch mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens reagiert wurde, bestritten die Verantwortlichen in den USA, Brasilien und anderen Staaten die Gefahr und reagierten erst spät. Das Resultat – eine explodierende Anzahl von Todesopfern der Pandemie. Doch auch die europäischen Maßnahmen des Shutdown zeigen Nebenwirkungen, vor allem eine Welle von Insolvenzen, galoppierende Arbeitslosigkeit und ein drohender Wirtschaftsabschwung.

Seither entbrennt weltweit ein Deutungskampf um die Schuldfrage hinter dem pandemischen Ausbruch und um den richtigen Umgang mit der Bedrohung. Nach Wochen des gesellschaftlichen Ausnahmezustands werden in Deutschland und vielen anderen Ländern Stimmen laut, die einerseits ein schnelles Zurück zur Normalität fordern. Sie fürchten die wirtschaftlichen Folgen des Shutdown weit mehr als das Virus und halten die Einschränkungen bürgerlicher Grundrechte für unangemessen. Ihre Sorgen um eine dauerhafte Beschädigung der Demokratie durch die Grundrechtseinschränkungen bringen Menschen in Deutschland, Europa und in der ganzen Welt in unterschiedlichsten Formen zum Ausdruck.

Wie berechtigt sind diese Befürchtungen? Wie verantwortungsvoll gehen die Regierungen angesichts der pandemischen Bedrohung mit den schärfsten politischen Instrumenten des Staates um? Was bedeutet dies für die Demokratie? Über diese Fragen diskutieren die Podiumsgäste aus den USA, Brasilien, Taiwan, Italien und den Niederlanden und beantworten Fragen aus dem Publikum. Auch die Situation in Deutschland wird Thema sein.

Interessenten können das Gespräch im Internet verfolgen und in einem Chat ihre Fragen stellen. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Die Teilnahme am Webinar als Zuschauer ist mit dem Webbrowser ohne weitere Hilfsmittel möglich. Gäste können sich unter folgendem Registrierungslink mit Namen und Mailadresse anmelden:

http://tiny.cc/Zoom-MRZ-Cottbus

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Peter Keup
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
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0170-4700255