Die Deutsche Reichsbahn diente nach 1933 als das logistische Rückgrat des NS-Regimes. Mit Kriegsbeginn wickelte die Bahn neben den Massentransporten im Auftrag von Staat und Partei den Wehrmachtszugverkehr sowie die Transporte mit Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern ab, die u.a. bei Gleisarbeiten eingesetzt wurden. Durch die Deportation zahlloser Menschen war die Reichsbahn zudem unmittelbar am Holocaust und der Ermordung von Sinti und Roma beteiligt. Bei der fahrplanmäßigen Durchführung der Transporte in die Ghettos, Lager und zu den Vernichtungsstätten kamen zahlreiche Eisenbahner zum Einsatz. Der Vortrag findet voraussichtlich um 17:30 Uhr im Stadtmuseum Cottbus statt. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in Kürze auf unserer Website.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Cottbus: Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“. Sie ist Teil des Programms „MemoRails – Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Projektträger ist das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. in Kooperation mit exhibeo e. V., der AG Stolpersteine Cottbus und den Städtischen Sammlungen Cottbus.

Foto: Städtische Sammlungen Cottbus

Ort:
Stadtmuseum Cottbus
Bahnhofstraße 22
03046 Cottbus

Wann:
Mittwoch, 26. August 2026, ca. 17:30 Uhr