Am 31. August 1950 wurde in der DDR die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas verboten. 75 Jahre später erinnert das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. an dieses Ereignis und lädt für Dienstag, den 2. September 2025 um 17 Uhr zur Eröffnung der Wanderausstellung „Verboten und verfolgt. Jehovas Zeugen im KZ Ravensbrück und in Haftanstalten der DDR“ in die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ein. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@menschenrechtszentrum-cottbus.de
Die Kurator:innen Dr. Christl Wickert und Falk Bersch stellen in Vortrag und Gespräch die Verfolgungsgeschichte der Zeugen Jehovas seit 1933 vor. Ein Grußwort spricht Dr. Maria Nooke, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur im Land Brandenburg (LAkD).
Die Ausstellung beleuchtet anhand von Biografien die zweifache Verfolgungsgeschichte: Zeuginnen und Zeugen Jehovas, die im NS-Staat – unter anderem im Konzentrationslager Ravensbrück – inhaftiert waren, wurden später in der DDR erneut verfolgt. Auch im Cottbuser Gefängnis befanden sich während der NS- und der DDR-Zeit Mitglieder der Glaubensgemeinschaft unter den Inhaftierten.
Die von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und der LAkD konzipierte Wanderausstellung präsentiert auf 16 Tafeln und an Dokumenten-Tischen Einblicke in Schicksale von zwölf Verfolgten. Sie wird bis zum 30. Oktober 2025 in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus gezeigt.