Am Freitag, den 10. April 2026, lädt das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. um 14:30 Uhr zu einer öffentlichen Führung in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ein. Unter dem Titel „Von einer Haftanstalt zu einem Ort der Bildung und Begegnung“ erhalten Besucherinnen und Besucher einen eindrucksvollen Überblick über die Geschichte des Ortes, der von 1860 bis 2002 durchgehend als Gefängnis genutzt wurde. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Zeit nach 1945, in der zahlreiche Menschen aus politischen Gründen hier inhaftiert waren.

„Die Auseinandersetzung mit der Geschichte dieses Ortes ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern ein wichtiger Auftrag für die Gegenwart. Gerade hier in Cottbus wird deutlich, wie schnell staatliche Macht missbraucht werden kann und wie wichtig es ist, sich aktiv für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einzusetzen“, sagt die Gedenkstättenleiterin Heide Schinowsky.

Im Rahmen der Führung werden auch sonst nicht zugängliche Bereiche geöffnet, darunter die früheren Einzel- und Arrestzellen im Keller der Haftanstalt, die Werkhalle des VEB Pentacon Dresden sowie zwei originale DDR-Gefangenentransporter.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro pro Person zuzüglich Eintritt (regulär 8 Euro, ermäßigt 5 Euro). Ort: Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus

Zeit: Freitag, 10. April 2026, 14:30–16:30 Uhr