Wo befinden sich meine Haftakten?

Gefangenenakten der DDR

Das Bundesarchiv in Berlin - Lichterfelde erhält eine große Anzahl von Anfragen zwecks Nachweisen von Inhaftierungszeiten, Gerichts- und Strafvollzugsakten sowie Arbeits- und Gesundheitsunterlagen zu Haftzeiten in der ehemaligen DDR. Aus dem Bemühen heraus, den Anfragenden auch bei fehlenden Quellen sachgerecht Auskunft über den Verbleib der Unterlagen zu geben, entstand die nachfolgende Übersicht.

Die im Bundesarchiv vorliegende Zentrale Gefangenenkartei des Ministeriums des Innern (MdI) enthält Angaben zu den Strafvollzugsanstalten, in denen die Haftzeit verbüßt wurde. Bei mehreren Haftstrafen wurde die Gefangenenpersonalakte in der Regel in der letzten Strafvollzugsanstalt verwahrt.

Ebenfalls im Bundesarchiv werden die Gefangenenpersonalakten von freigekauften bzw. für den Freikauf vorgesehen Häftlingen für den Zeitraum 1980 bis 1989 aufbewahrt. Darüber hinaus liegt eine Auswahl von Gefangenenakten zu Verurteilten des Sowjetischen Militärtribunals (SMT) und des Landgerichts Chemnitz in Waldheim (Waldheimer - Prozesse) vor.

Weitere Gefangenenpersonalakten wurden nach der Wiedervereinigung 1990 von den Justizvollzugsanstalten der östlichen Bundesländer übernommen.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dazu dienen, das Auffinden der Unterlagen in den Justizvollzugsanstalten zu erleichtern.

Korrekturen oder Änderungen werden unter folgender Adresse gerne entgegengenommen: s.lamster@bundesarchiv.de

http://www.bundesarchiv.de/benutzung/sachbezug/personenbezogen_genealogie/01304/index.html.de