Eine kurze Zeitlinie vom Cottbuser Gefängnis
1860
Nach 3-jähriger Bauzeit Fertigstellung als Cottbuser Zentralgefängnis
1933-1937
Jugendgefängnis
1939-1945
Frauenzuchthaus
15. Februar 1945
Bombardierung des Zuchthauses im Krieg
1949 - 1951
verschiedene Reparaturen und Baumaßnahmen. Anschließend
Überfüllung und katastrophale Haftbedingungen
1953
Häftlingsrevolte anlässlich des Volksaufstandes vom 17. Juni
1971 - 1972
Einrichtung von Produktionshallen für VEB Sprela und VEB Pentacon
1975
Flucht des Häftlings Wolfgang Defort, der 16 Stunden später in einem
Pfarrhaus in Forst-Eulo wieder verhaftet wurde
1978
Der im Zusammenhang mit Ausreiseanträgen verurteilte Werner Greifendorf versuchte sich
im Freihof zu verbrennen und erlag seinen schweren Verletzungen
1989
Sanierung nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes und Fortführung
des Strafvollzuges unter neuen Bedingungen
2002
Schließung des alten Cottbuser Gefängnisses und Ersetzung durch die neue
Justiz-Vollzugsanstalt (JVA) im Cottbuser Stadtteil Dissenchen
2007
Im Dezember 2007 wurde die ehemalige Haftanstalt an einen privaten Investor
versteigert. Ein Gebäude und eine Teilfläche von 4500m² wurde vom Land
Brandenburg an die Stadt Cottbus veräußert, um eine Gedenkstätte einzurichten.
2008
Zum 1. Februar 2008 übergab die Stadt Cottbus dem Menschenrechtszentrum die
Teilliegenschaft im Rahmen einer Nutzungsvereinbarung, um hier eine Gedenk-,
Bildungs- und Begegnungsstätte zu errichten.