Zitat des Monats Dezember

Ich habe um Weihnachten 1977 herum die Arbeit bei Sprela verweigert. Ich wollte für diesen Staat nichts mehr machen, weil sie mir die Ausreise nach Westdeutschland verweigert hatten. Daraufhin haben sie mich bis kurz vor meiner Entlassung in die DDR im März 1978 in die neu eingerichteten Tigerkäfigzellen eingesperrt.

(Burkhardt Aulich, von 1977 bis 1978 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert.)

Weitere Zitate

"Abgeurteilt, ausgebeutet: Zwangsarbeit heute"

Workshop am Montag, 30. Oktober 2017 09:30 Uhr - 17:00 Uhr

360°-Filmworkshop für junge Menschen in der Herbstferien

Hundertausende Menschen werden in chinesischen und nordkoreanischen Haftlagern zu Arbeit unter unwürdigen Bedingungen gezwungen. Auch auf dem freien Markt entstehen in "Billiglohnländern" neue Formen der Ausbeutung durch nur scheinbar freiwillige Arbeit, um den weltweiten Konsumbedarf zu bedienen. Das alles geschieht weit weg, hat aber viel mit uns zu tun.

Der Workshop

Was bedeutet Zwangsarbeit heute? Wo auf der Welt leiden Menschen darunter? Könnten wir etwas dagegen tun – und warum tun wir es nicht? Aus Unwissenheit, aus Bequemlichkeit? Im Gespräch mit Augenzeugen und Experten und durch eigene Recherchen gehen wir diesen Fragen nach.

Unter professioneller Anleitung des Filmemachers Erik Schiesko entwerfen und produzieren wir einen Virtual-Reality-Film, der es unmöglich macht, vor dem scheinbar weit entfernten Unrecht die Augen zu verschließen. Wir arbeiten fünf Tage lang als Team und setzen das ganze Projekt gemeinsam um.

Der Virtual-Reality-Film

Eine 360°-Kamera ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme aller Richtungen. Unser Filmmaterial mit Animationen und Schauspiel lässt sich mittels einer VR-Brille betrachten und zieht den Zuschauer ins Geschehen  hinein.

Die Ausstellung

Unser Film wird in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus als Teil der neuen Dauerausstellung an einer Medienstation gezeigt. Er ermöglicht den aufrüttelnden Einstieg in eine fremde, bedrückende Realität und führt den Besuchern vor Augen, was Ausbeutung durch Arbeit heute bedeutet – und das ganz wörtlich.

Das Team

Junge Menschen, die sich für die Welt um sich herum und für Menschenrechte interessieren und sich vor oder hinter der Kamera ausprobieren wollen. Die zwölf Teilnehmer erhalten ein Zertifikat.

Der Kostenpunkt

Schlappe 20,- € und ein paar Tage Zeit.

Der Termin

Am 20. Oktober treffen wir uns um 16 Uhr, um uns bei einer Pizza kennenzulernen und die Möglichkeiten der 360°-Brille zu testen

Der eigentliche Workshop dauert vom 30. Oktober und geht nach einer kreativen Pause am Reformationstag am 1. November weiter bis zum 4. November. Wir starten jeden Tag um 9:30 Uhr und brauchen bis 17 Uhr.

Und jetzt?

Wenn du dabei sein willst, schick eine Mail mit deinem Namen, Alter und deiner Adresse an Johannes Näder, den Bildungsreferenten im Menschenrechtszentrum: bildung (at) menschenrechtszentrum-cottbus.de

Wir sammeln zurzeit Anmeldungen und melden uns Anfang August bei den Interessenten.

Info

Eintrittspreis
20 Euro

Ort
Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus

Downloads
360GradFilmworkshopZwangsarbeit.pdf