AKTUELLES
Der Cottbuser Bahnhof war Ausgangspunkt von Deportationen. Das Projekt »Bahnhof der Erinnerung« erinnert mit Gedenkzeichen, Ausstellung und Veranstaltungen an NS-Verbrechen und wirbt für Menschenrechte. Das dauerhafte Gedenkzeichen am Cottbuser Hauptbahnhof wird am Mittwoch, den 26. August um 11 Uhr enthüllt. Um 18 Uhr lädt zudem der Historiker Andreas Engwert zum Vortrag ins Stadtmuseum ein. Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltungen sind Teil des Programm „MemoRails – Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Projektträger ist das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. in Kooperation mit exhibeo e. V., der AG Stolpersteine Cottbus und den Städtischen Sammlungen Cottbus.
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Eine Tanzperformance mit Live-Klaviermusik zum Leben und Sterben von Joachim Gottschalk, einem der populärsten Film- und Theaterschauspieler zur NS-Zeit, der aufgrund der unerschütterlichen Liebe zu seiner jüdischen Frau in den Tod getrieben wurde. Der Eintritt ist frei. Anmeldung erbeten unter anmeldung@menschenrechtszentrum-cottbus.de oder der Telefonnummer +49 (03 55) 29 01 33 -0.
Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Projektfonds Kulturplan Lausitz mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und ars momento e.V. und der Kulturförderung der Stadt Cottbus.
Ehemalige politische Häftlinge der DDR gründeten im Oktober 2007 den Verein Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. (MRZ), der seit 2011 Eigentümer des ehemaligen Gefängnisses (1860-2002) in der Bautzener Straße und Träger der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ist. Im Zentrum der Arbeit der Gedenkstätte steht die Auseinandersetzung mit politischem Unrecht während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft und der SED-Diktatur. Ganzjährig zeigen mehrere Dauer- und Sonderausstellungen in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus Beispiele politischen Unrechts aus beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Biografien ehemals politisch Inhaftierter zu: die Gründe der Inhaftierung in Cottbus, die Lebensgeschichten der Gefangenen und ihre Versuche, ihre Würde selbst unter unwürdigen Bedingungen zu wahren, stehen im Fokus. Das Hauptgebäude der Gedenkstätte im früheren Hafthaus I und das Außengelände mit den Freihöfen laden die Besucherinnen und Besucher zur selbständigen Erkundung ein. Fotos, Dokumente, Exponate und Zeichnungen veranschaulichen die Haft- und Arbeitsbedingungen im Cottbuser Strafvollzug ab 1933 und geben Einblick in die Verfolgungs- und Repressionsmechanismen des jeweiligen Herrschaftssystems. Im Rahmen von Führungen können Einzel- und Arrestzellen, die ehemalige Werkhalle des VEB Pentacon Dresden sowie zwei rekonstruierte DDR-Gefangenentransporter besichtigt werden. Nach Absprache sind auch Führungen in einfacher oder englischer Sprache möglich.
Dieter Dombrowski, von August 1974 bis Dezember 1975 wegen „versuchter Republikflucht“ in der StVE Cottbus inhaftiert
Lutz-Peter Naumann, 1972 wegen „staatsfeindlicher Hetze“ in der StVA Cottbus inhaftiert
Mit modernen erlebnisorientierten, kreativen und interaktiven Methoden informiert die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus am historischen Ort über das begangene Unrecht während der NS-Terrorherrschaft und SED-Diktatur. Die Geschichte der Cottbuser Haftanstalt sowie die historischen Entwicklungen und Strukturen der jeweiligen Repressionsapparate werden mit vielfältigen Vermittlungsformaten beleuchtet. Gespräche und Führungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen machen die Geschichte des Haftortes lebendig.
Durch die Auseinandersetzung mit historischen Fotos und Filmaufnahmen, Objekten und Archivmaterialien sowie den Erinnerungen von Betroffenen entsteht ein differenziertes Bild von der Vergangenheit. Gleichzeitig möchte die Gedenkstätte als außerschulischer Lernort für aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen auf der Welt sensibilisieren. Im Zentrum steht hierbei immer auch die Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte.
Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. | Bautzener Straße 140 | 03050 Cottbus | Kostenlose Parkplätze
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Sa + So
13 bis 18 Uhr
Einlass bis eine Stunde vor Schließung
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.