Exhibeo e. V. und das Menschenrechtszentrum Cottbus laden am Dienstag, den 22. September 2026 um 18:30 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Erziehung durch Arbeit. „Asoziale“ als Staatsfeinde in der DDR“ in die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus (Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus) ein. Die Ausstellung widmet sich einem weitgehend in Vergessenheit geratenen Kapitel der DDR-Geschichte: Die systematische Ausgrenzung, Disziplinierung und Kriminalisierung von Menschen, die als „asozial“ galten. Wer nicht dem Idealbild des „sozialistischen Menschen“ entsprach – etwa durch vermeintliche Arbeitsscheu, abweichenden Lebensstil oder die politische Haltung – wurde zum Staatsfeind erklärt. Medien, Behörden und Justiz prägten das Bild „asozialer Elemente“ als Gefahr für Ordnung, Arbeitsproduktivität und kollektive Moral.
Eine Wanderausstellung von exhibeo e.V. – Gesellschaft für politische, kulturelle und historische Forschung und Bildung, realisiert in Kooperation mit der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. (UOKG) und mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur des Deutschen Bundestages. Die Eröffnungsveranstaltung und Präsentation der Ausstellung in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus wird gefördert durch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD).
Ort: Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus