Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Pressemitteilung - Menschenrechtszentrum Cottbus startet Projekt zum Nähen von Mundschutzmasken

Das Menschenrechtszentrum Cottbus startet, dem Beispiel der Stadt Essen folgend, sofort das Projekt „Gemeinsam gegen das Virus“. Dabei sollen Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich, sogenannte Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) aus kochfester Baumwolle nähen und in Abstimmung mit der Stadt Cottbus kostenfrei für wohltätige gemeinnützige Zwecke in der Stadt zur Verfügung stellen. Pflegedienste und pflegende Angehörige müssen solche Masken tragen, damit vor allem ältere Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige geschützt werden. Dieser Mundschutz kann das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da er die Verteilung von Tröpfchen verhindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Um ihn selbst herzustellen, benötigen Bürgerinnen und Bürger kochfeste Baumwolle und einen biegsamen Draht sowie eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Er ist wiederverwendbar und muss dementsprechend nach der Nutzung gewaschen und getrocknet werden. Dieser Behelf-Mund-Nasen-Schutz entspricht nicht dem genormten Mund-Nasen-Schutz.

Für die Herstellung dieser Masken stellt das Menschenrechtszentrum Cottbus die weitläufigen Räume der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus zur Verfügung, die zurzeit wegen des Coronavirus den Betrieb eingestellt hat. Jede interessierte Person, die sich zum Nähen meldet, kann unter Beachtung der Hygiene- und Abstandvorschriften in einer ehemaligen Zelle platziert werden und die Masken nach einer Anleitung nähen. Alternativ haben Interessenten die Möglichkeit in ihrem häuslichen Umfeld diese Masken nach den Vorgaben herzustellen. Zu diesem Zweck ruft das Menschenrechtszentrum Cottbus ab sofort um folgendes auf:
1. Geldspenden, um Materialien zu kaufen.
2. Materialspenden (Stoffe, Stoffreste, Garn, Nadeln, Scheren, Bügeleisen, dünnen und leicht biegsamen Draht)
3. Nähmaschinen zum Ausleihen
4. Freiwillige, die nähen können

Interessenten können auf das Konto DE92180500003000041450 bei der Sparkasse Spresse Neiße unter dem Stichwort „Corona“ ihre Spende überweisen. Jeder Betrag hilft! Sachspenden sowie Leihnähmaschinen können täglich von Montag bis Freitag von 9:00 – 17:00 Uhr in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzender Straße 140, 03050 Cottbus abgegegeben werden. Interessenten melden sich bitte telefonisch unter 0355-290133-0 oder -11 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

„Keiner weiß, wie lange es dauert, bis wir wieder normal leben können. Aber wir wissen, was wir tun sollen und können: Abstand halten, helfen und Mundschutzmasken nähen bis die Nadel glüht“, sagt Dieter Dombrowski, Vorsitzender des Menschenrechtszentrums Cottbus, selbst Mitte der 1970er Jahre aus politischen Gründen in Cottbus inhaftiert.

Bitte helfen Sie, damit wir helfen können!

Die Verteilung der Masken erfolgt ausschließlich über die Stadtverwaltung Cottbus.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Sylvia Wähling
Geschäftsführende Vorsitzende Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. und
Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Tel: 0049-355-290133-0 (Durchwahl-12)
Fax: 0049-355-290133-33
Funk:0049-172-3474179
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