Zitat des Monats

"Die Transportzellen waren voller Menschen. Ein Bereich mit Gestank und Unrat."

Dr. Alfons Wilding, von 1975 bis 1976 im Zuchthaus Cottbus inhaftiert

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Pressemitteilung vom 15.07.2022 - Dritter Hilfstransport vom Menschenrechtszentrum Cottbus erreicht Odessa

Nach über drei Monaten Vorbereitung und großen Schwierigkeiten bei der Realisierung des Transports konnte der 3. Hilfstransport vom Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. in Kooperation mit dem Meißner Verein „Lebensfahrten" nun Odessa erreichen. Empfänger der Hilfsgüter im Umfang von 30 Palletten bzw. 11 Tonnen im Wert von 164.000 € sind das Militärkrankenhaus, das Kinderkrankenhaus und die Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde St. Paul in Odessa. Alleine 134.000 € machten die medizinischen Hilfsgüter für die beiden Krankenhäuser aus. Der Rest waren Lebensmitteldosen und Windeln für Kinder und Erwachsene.

Die Auswirkungen des Krieges machten sich auch bei der Beschaffung der medizinischen Hilfsmittel bemerkbar; der aktuelle Rohstoffmangel führte zu Verzögerungen bei der Herstellung zahlreicher Produkte. Bis die von beiden Krankenhäusern erbetenen laparoskopischen Instrumente von der Firma Karl Storz in Baden-Württemberg geliefert werden konnten, hat es zwei Monate gedauert. Mit Fortschreiten des Krieges erschwerten sich zudem die Transportmöglichkeiten direkt nach Odessa. So fanden sich lange keine LKW-Fahrer, die bereit gewesen wären, nach Odessa zu fahren. Schlussendlich wurde mit Hilfe eines ukrainischen Abgeordneten aus Odessa ein ukrainisches Speditionsunternehmen mit dem Transport der Hilfsgüter beauftragt, das extra für diesen Transport aus Odessa einen LKW nach Deutschland schickte und kostenlos die Hilfsgüter transportierte.

„Wir sind sehr glücklich, dass trotz der langen Zeit die Hilfsgüter endlich ihr Ziel erreichten, insbesondere weil unter den medizinischen Hilfsmitteln auch wichtige Pumpen zur therapeutischen Behandlung verwundeter Soldaten sowie Instrumente für chirurgische Eingriffe sind," teilt Sylvia Wähling mit, die frühere geschäftsführende Vorsitzende des MRZ und neue Beauftragte des Vereins für humanitäre Aufgaben. „Wir bedanken uns bei den zahlreichen Helfern sowie den Spendern aus Deutschland, Salzburg und den USA, unserem Partnerverein ,Lebensfahrten‘ in Meißen und ganz besonders bei den beiden Krankenhäusern Diakonissenkrankenhaus in Dresden sowie dem Naëmi-Wilke-Stift in Guben für ihre materielle und finanzielle Hilfe. Wir hoffen, dass sie uns bei der Fortsetzung der Hilfsprojekte für die Ukraine weiterhin unterstützen werden", erklärt Wähling.

Aleksander Gross, Pfarrer der St. Paul-Kirchgemeinde Odessa, die ebenso wie das Menschenrechtszentrum Cottbus zur weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft gehört, teilte gestern mit, dass ein Teil der Lebensmitteldosen an die umkämpfte Stadt Cherson geschickt wird. In Odessa versorgt und betreut die Kirche Flüchtlinge, die aus dem Osten des Landes Zuflucht in Odessa gesucht haben.

Das Menschenrechtszentrum Cottbus wird die humanitäre Hilfe für die Menschen in Odessa und die zahlreichen Flüchtlinge, die in der Stadt leben, fortsetzen. Wenn Sie den Menschen in der Ukraine direkt helfen möchten, können Sie mit einer Spende unterstützen. Spenden können unter dem Stichwort „Ukrainehilfe" auf das Konto vom Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. überwiesen werden: Sparkasse Spree Neiße, IBAN: DE92 1805 0000 3000 0414 50, SWIFT7BIC: WELADED1CBN

Das Foto kann mit Hinweis auf das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. gerne verwendet werden. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Heide Schinowsky.

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Heide Schinowsky
Geschäftsführende Vorsitzende
Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. (MRZ)
Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Str.140
03050 Cottbus

Tel.: +49 (0)355 / 290 133-11
Fax: +49 (0)355 / 290 133-33

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Web: www.menschenrechtszentrum-cottbus.de