Wie kann Geschichte erfahrbar werden, wenn Sehen nicht im Mittelpunkt steht? Im Rahmen der bundesweiten Woche des Sehens lädt die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus am Dienstag, den 13. Oktober von 15 bis 17 Uhr dazu ein, die Geschichte des ehemaligen Haftortes ganz bewusst mit allen Sinnen zu entdecken. Gleichzeitig möchte das Menschenrechtszentrum für die Herausforderungen und Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit sensibilisieren.

So können Besucherinnen und Besucher ab 15 Uhr an einem Aktionsstand Objekte aus der Haftzeit der DDR ertasten, kleine Rätsel lösen und mittels spezieller Simulationsbrillen verschiedene Augenkrankheiten und ihre Auswirkungen auf das Sehen nachempfinden.

Die Gelände-Rallye „Spurensuche mit allen Sinnen“ lädt zur selbstständigen Erkundung der Gedenkstätte ein. Kann man Geschichte riechen? Und wie fühlen sich eigentlich Gitterstäbe an? An zahlreichen Medienstationen in den Ausstellungen können Besucherinnen und Besucher zudem Erinnerungsberichten ehemaliger Inhaftierter lauschen.

Die Veranstaltung verbindet historische Erinnerung mit einem Blick auf Menschenrechte und aktuelle Herausforderungen rund um die Themen Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe an Kultur, Geschichte und Alltag. Sie richtet sich dabei ausdrücklich auch an sehende Besucherinnen und Besucher und möchte für die Perspektiven von Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit sensibilisieren.

Kommen Sie vorbei, probieren Sie aus, informieren Sie sich und entdecken Sie die Gedenkstätte mit allen Sinnen! Für blinde Gäste empfehlen wir zur Erkundung des weitläufigen und unebenen Geländes eine Begleitperson.

Der Eintritt ist ab 15 Uhr frei.

Ort:
Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. /
Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus

Wann:
Dienstag, 13.10.2026, 15-17 Uhr