In der mobilen Ausstellung begegnen Besuchende fünf jüdischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen – Ruth Winkelmann, Kurt Hillmann, Charlotte Knobloch, Inge Auerbacher und Leon Weintraub – in einer realitätsnahen, immersiven Gesprächssituation. Durch eine VR-Brille erleben sie diese Überlebenden scheinbar „in echt“ und können deren Berichte auf einer emotional tiefgehenden Ebene nachvollziehen. Die besondere Innovation liegt in der Verknüpfung von historischer Erinnerung und moderner Technologie, die über herkömmliche digitale Archivierungen hinausgeht.

Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus ist eine gesellschaftliche Verantwortung, die sich mit dem Verschwinden der letzten Zeitzeug:innen vor einer grundlegenden Herausforderung sieht. Die direkte Begegnung mit Überlebenden war stets ein besonders wirkungsvolles Mittel, um das Unrecht und die Gewalt der NS-Zeit nachvollziehbar zu machen.

Das „In Echt?“-Erlebnis wird in Deutsch, in fünf weiteren Sprachen und in Deutscher Gebärdensprache barrierearm angeboten, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

„In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeuginnen und Zeitzeugen“ ist ein Kooperationsprojekt des Brandenburg Museums für Zukunft, Gegenwart und Geschichte mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.  Von 2022 bis 2025 in der Bildungsagenda NS-Unrecht vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert. Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und mit Unterstützung der Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung. Die Ausstellung und das Workshop-Angebot in Cottbus erfolgen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Cottbus, dem Menschenrechtszentrum Cottbus und der ev. Oberkirchengemeinde St. Nikolai.

Tour-Stationen in Cottbus:
Für die Öffentlichkeit: Montag, 09. November 2026, 11:30 bis 16:30 Uhr auf dem Vorplatz der Oberkirche St. Nikolai, Oberkirchplatz 12, 03046 Cottbus
Für Schulen nach Anmeldung: Dienstag, 11. November 2026, 9 bis 15 Uhr in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Anmeldung erforderlich unter bildung@menschenrechtszentrum-cottbus.de