Am 2. November 2026 um 18 Uhr laden die Stadt Cottbus/Chóśebuz, die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) und die AG Politische Bildung Cottbus zur Eröffnung der diesjährigen Themenwochen in die Theaterkantine Tellheim des Staatstheaters Cottbus ein. Auch das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. ist dabei.
Die Geschichte Deutschlands und vieler osteuropäischer Länder ist von tiefen Einschnitten und Grenzverschiebungen geprägt. Historische Ereignisse und die Erinnerung an sie überlagern sich bis heute. Besonders deutlich wird das an einem Datum wie dem 9. November, mit dem sehr unterschiedliche Erinnerungen verbunden ist.
Auch deshalb blicken Gesellschaften und einzelne Menschen unterschiedlich auf das 20. und 21. Jahrhundert. Diese verschiedenen Erfahrungen prägen unsere Erinnerungskultur. Sie verändert sich mit den Generationen, mit neuen Sichtweisen auf die Vergangenheit und mit politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen.
„Grenzverschiebungen in der Erinnerungskultur“ meint deshalb nicht nur geografische Grenzen. Gemeint sind vor allem Veränderungen in unserem Blick auf Geschichte: Was erinnern wir? Was gerät in den Hintergrund oder wird verdrängt? Welche Geschichten geben wir weiter? Und wie erzählen wir von der Vergangenheit?
Dabei spielen Kunst und Kultur eine besondere Rolle. Zum Beispiel Theater können historische Erfahrungen aus neuen Blickwinkeln zeigen, unterschiedliche Stimmen hörbar machen und Fragen stellen, die über eine rein historische Betrachtung hinausgehen. Erinnerung wird so nicht nur vermittelt, sondern auch emotional und unmittelbar erfahrbar.
Der Eröffnungsabend der Themenwoche Cottbus 2026 bringt historische, gesellschaftliche und künstlerische Perspektiven miteinander ins Gespräch. Es soll um die Frage gehen, wie sich unser Blick auf Geschichte verändert, welche Rolle Kunst und Kultur in der Erinnerungskultur spielen und wie aus Erinnerung Verantwortung für die Gegenwart wird.
Wann:
Montag, 2. November 2026, 18 Uhr
Ort:
Theaterkantine Tellheim
Staatstheater Cottbus
Schillerplatz 1
03046 Cottbus
PROGRAMM
Impuls:
Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Claudia Weber (Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder))
Olga Fedyanina (Leitende Schauspieldramaturgin am Staatstheater Cottbus)
Jennifer Rietz (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus)
Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Moderation:
Dr. Stefanie Kaygusuz (Leiterin Gesellschaftliche Grundsatzfragen, Büro des Oberbürgermeisters, Stadt Cottbus/Chóśebuz)
Susanne Kschenka (Stellvertreterin der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD))
Eintritt frei
Eine Veranstaltung im Rahmen der Themenwochen "Lebensentwürfe in Freiheit und Unfreiheit" der AG Politische Bildung Cottbus. Mehr zur Themenwoche und Programm unter: https://cottbus.de/verwaltung/ob/buero/fb-15-bildung-und-integration/bildungsbuero/gremien/ag-politische-bildung/.
