Am Dienstag, den 7. Oktober 2025, lädt das Menschenrechtszentrum Cottbus gemeinsam mit dem Verein Aufarbeitung Cottbus ab 17 Uhr in die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus zu einem besonderen Abend unter dem Leitthema „Was Menschen, Menschen antun“ ein. Anlässlich des 35. Jahrestages der Deutschen Einheit erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm aus Vortrag, Musik, Kunst, Theaterperformance und Lichtinstallation. Im Mittelpunkt stehen dabei therapeutische, historische und künstlerische Perspektiven auf die Folgen von DDR-/SED-Unrecht, auf erlittene Traumatisierungen, ihre Wirkweisen und auf Strategien der Bewältigung und Aufarbeitung.

„Gerade 35 Jahre nach der Deutschen Einheit bleibt es wichtig, nicht nur die politischen und gesellschaftlichen Erfolge zu würdigen, sondern auch den Blick auf diejenigen zu richten, die durch die SED-Diktatur traumatisiert wurden und bis heute mit den Folgen leben“, sagt Heide Schinowsky, Leiterin der Gedenkstätte Menschenrechtszentrum Cottbus. „Mit Kunst, Musik und Gespräch wollen wir an diesem Abend Raum für Erinnerung und Austausch schaffen.“

Der Abend beginnt mit einem Vortrag des Berliner Arztes und Psychoanalytikers Dr. med. Karl-Heinz Bomberg, der den thematischen Rahmen setzt. Begleitet wird er von eigener Musik, einer Führung durch den rekonstruierten Zellengang der Gedenkstätte sowie einem Ateliergespräch mit dem Künstler und ehemaligen politischen Häftling Gino Kuhn. Im anschließenden Podiumsgespräch kommen Dr. Bomberg, Gino Kuhn und der Lichtkünstler Alfred Wolski miteinander ins Gespräch.

Nach einem Empfang mit Imbiss zum Selbstkostenpreis wird um 20 Uhr die großformatige Licht- und Toninszenierung „Einladung zur Versöhnung mit sich selbst“ von Alfred Wolski eröffnet. Die Arbeit des ehemaligen politischen Häftlings setzt sich mit Erinnerung, Aufarbeitung, Traumatisierung und der Suche nach Zuversicht auseinander. Die Installation ist bis zum 9. November 2025 während der Öffnungszeiten der Gedenkstätte zu sehen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei; eine vorherige Platzreservierung wird empfohlen unter anmeldung@menschenrechtszentrum-cottbus.de