Das Menschenrechtszentrum Cottbus lädt am Freitag, 28. August 2026, um 18 Uhr zur Premiere der Tanzperformance „Joachim Gottschalk: verfolgt und (un-)vergessen“ ein. Die Aufführung erzählt mit zeitgenössischem Tanz, Videoprojektionen und Live-Klaviermusik vom Leben und Sterben des Schauspielers. Der Eintritt ist frei.
Die Tanzperformance erinnert an einen Künstler, der sich den Forderungen des NS-Regimes widersetzte und seiner Familie treu blieb. Zugleich bringt sie ein Schicksal auf die Bühne, das eng mit Cottbus und der Region verbunden ist.
Joachim Gottschalk wurde 1904 in Calau geboren und wuchs in Cottbus auf. Seine Karriere begann am Cottbuser Stadttheater. Später feierte er große Erfolge auf deutschen Theaterbühnen und im Film. Während der nationalsozialistischen Diktatur geriet Gottschalk zunehmend unter Druck. Das Propagandaministerium verlangte von ihm, sich von seiner jüdischen Frau Meta zu trennen. Gottschalk weigerte sich. Als Meta die Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt drohte, nahm sich die Familie im November 1941 das Leben.
Die Projektleitung liegt bei Silke Bernard. Die Choreografie stammt von Ioannis Avakoumidis und Silke Bernard. Ioannis Avakoumidis übernimmt den Tanz. Frank Bernard verantwortet die Komposition und begleitet die Aufführung am Klavier. Die Videoprojektionen stammen von Ron Petraß.
Weitere Vorstellungen finden am 29. August 2026 um 18 Uhr in der Tanzwerkstatt Cottbus, am 25. September 2026 um 15 Uhr in der Waldorfschule Cottbus und am 26. September 2026 um 19 Uhr in der Bühne acht Cottbus statt.
Das Projekt wird über den Projektfonds Kulturplan Lausitz mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert. Weitere Unterstützung leisten ars momento e. V. und die Kulturförderung der Stadt Cottbus.