Verschlossene Türen, verfallene Flure, Räume voller Spuren: Am Freitag, den 6. März 2026, öffnet die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus um 13 Uhr sonst unzugängliche Bereiche der ehemaligen Haftanstalt. Die rund zweistündige Führung führt durch die „Lost Places“ des Gefängniskomplexes – von der verlassenen Ambulanz über Arbeitshallen bis zu Arrestzellen, in denen Geschichte sichtbar geblieben ist.

Die Teilnahme an der Sonderführung kostet 20 Euro (inkl. Ausstellungseintritt). Der Rundgang ist aufgrund von Treppen sowie schmalen, dunklen Gängen nicht barrierefrei. Die Gruppe ist auf zehn Personen begrenzt; Anmeldung bis 5. März 2026 unter anmeldung@menschenrechtszentrum-cottbus.de oder +49 (0)355 29 01 33-0. Weitere Termine: 14. August 2026 (11–13 Uhr) und 23. Oktober 2026 (11–13 Uhr).

„Die Lost Places des ehemaligen Zuchthauses sind eindrückliche Zeugnisse der Geschichte dieses Ortes. In den verlassenen Räumen werden Haftbedingungen, Arbeitsalltag und der lange Leerstand nach 1989 auf besondere Weise sichtbar. Mit der Führung öffnen wir Bereiche, die sonst verschlossen bleiben, und ermöglichen einen unmittelbaren Zugang zur historischen Substanz“, beschreibt Heide Schinowsky, Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, die Tour.

Als „Lost Places“ werden verlassene, ungenutzte Bauwerke oder Areale bezeichnet, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben und über längere Zeit dem Verfall überlassen sind. Häufig sind diese Orte nicht öffentlich zugänglich, da sie sich in unsaniertem Zustand befinden. Gleichzeitig besitzen sie einen besonderen historischen und atmosphärischen Charakter: Spuren der früheren Nutzung sind noch sichtbar, während Witterung und Natur das Erscheinungsbild zunehmend verändern.