Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus lädt zu einer Online-Veranstaltung ein, die sich den existenziellen Erfahrungen politischer Häftlinge der DDR widmet. Im Mittelpunkt stehen Momente tiefgreifender Zäsur: der Verlust von Freiheit, Alltag und Gewissheiten – und zugleich die Frage, wie Menschen unter extremen Bedingungen Wege fanden, innerlich neu zu beginnen.

Am Donnerstag, 15. Januar 2026, von 19 bis 20 Uhr, öffnet sich im digitalen Raum ein Ort des Erinnerns und des Austauschs. In Vortrag und Gespräch geht es darum, was es bedeutete, alles Vertraute hinter sich lassen zu müssen, wie Hoffnung in einer Situation der Ohnmacht entstehen konnte und welche kleinen Gesten, Gedanken oder Entscheidungen halfen, dem Gefängnisalltag etwas entgegenzusetzen.

„Gerade in der Haft zeigen sich die leisen, oft übersehenen Formen von Widerstand und Selbstbehauptung“, sagt Heide Schinowsky, Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus. „Diese Geschichten machen deutlich, wie zerbrechlich Freiheit ist – und wie stark der menschliche Wille sein kann, selbst unter den widrigsten Umständen.“

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für die Geschichte politischer Verfolgung in der DDR interessieren und den Stimmen der Betroffenen Raum geben möchten. Ehemalige Häftlinge sowie Angehörige sind ausdrücklich eingeladen, eigene Erinnerungen zu teilen und Teil des gemeinsamen Nachdenkens zu werden.

Die Veranstaltung findet online per Zoom statt. Für die Teilnahme wird ein internetfähiges Gerät, idealerweise mit Kamera und Mikrofon, benötigt. Teilnahme kostenfrei. Der Zugangslink wird nach Anmeldung per E-Mail an anmeldung@menschenrechtszentrum-cottbus.de versendet.